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Ordnung leicht gemacht

Layla Al-Mansouri18. авг 2026. · 4 min čitanja

Die besten Gewohnheiten von Ordnungsexperten

Ordnung im Zuhause entsteht nicht unbedingt durch stundenlanges Aufräumen.
Laut professionellen Organisatoren sind es oft kleine tägliche Gewohnheiten, die den Alltag ruhiger und übersichtlicher machen. Viele ihrer Empfehlungen haben dabei überraschend wenig mit klassischem Putzen zu tun.

Mit einem kurzen Check-in starten

Bevor E-Mails gelesen oder Aufgaben abgearbeitet werden, kann es helfen, morgens kurz innezuhalten. Maeve Richmond, Gründerin von Maeve’s Method, empfiehlt, die eigene körperliche, mentale und emotionale Verfassung einzuschätzen.
Die Idee: den Tag an die eigene Energie anpassen. Wer sich beispielsweise erschöpft fühlt, sollte sich nicht denselben Druck machen wie an einem besonders guten Tag.

Das Bett machen

Das Bett am Morgen zu machen dauert nur wenige Minuten, kann aber einen sichtbaren Unterschied machen. Das Schlafzimmer wirkt sofort aufgeräumter und die kleine erledigte Aufgabe kann ein Gefühl von Erfolg vermitteln.
Außerdem wartet am Abend ein ordentliches Bett.
Für Julie Stobbe von Mind Over Clutter ist genau das ein wichtiger Vorteil: sie möchte sich abends einfach ins Bett legen können, ohne erst zerknitterte oder verrutschte Bettwäsche richten zu müssen.

Die Aufgaben des Tages prüfen

Eine kurze Übersicht am Morgen kann helfen, Prioritäten zu setzen und wichtige Aufgaben nicht aus den Augen zu verlieren. Die professionelle Organisatorin Rachel Rosenthal nimmt sich dafür jeden Morgen einige Minuten Zeit.
Eine feste Routine kann dabei helfen, Aufschieben zu vermeiden und Ziele besser im Blick zu behalten.
Auch wichtige E-Mails lassen sich früh erledigen, damit sie nicht den ganzen Tag im Hinterkopf bleiben.

Den nächsten Morgen vorbereiten

Viele Organisatoren setzen auf Vorbereitung am Abend. Laura Kinsella von Urban Organyze räumt beispielsweise die Küche auf, lässt die Spülmaschine laufen, bereitet die Kaffeemaschine vor, packt ihre Arbeitstasche und legt die Kleidung für den nächsten Tag bereit.
Dadurch müssen morgens weniger Entscheidungen getroffen werden. Ein Teil der Arbeit ist bereits erledigt, bevor der neue Tag überhaupt beginnt.

Erinnerungen sichtbar platzieren

Manchmal braucht es keine App und keine komplizierte Organisationsmethode. Lauren A. Williams von Casual Uncluttering nutzt einfache Notizzettel, die sie dort anbringt, wo sie garantiert auffallen.
Wer beispielsweise etwas mitnehmen muss, kann die Erinnerung direkt an der Haustür platzieren. Auch Spiegel, Kühlschrank oder andere häufig genutzte Orte eignen sich.
Der Trick funktioniert besonders gut, weil die Erinnerung genau dort auftaucht, wo sie gebraucht wird.

Ein paar Minuten zur Ruhe kommen

Mehrere der befragten Experten empfehlen, den Tag mit einigen ruhigen Minuten zu beginnen. Meditation kann dabei helfen, Stress zu reduzieren und die Konzentration zu fördern.
Dafür ist keine komplizierte Routine nötig. Schon fünf Minuten ohne Handy und ohne morgendliche Hektik können eine bewusste Pause schaffen. Amelia Meena von Appleshine nutzt diese Zeit beispielsweise für ein Mantra oder eine Meditation.

Etwas Schönes einplanen

Der Morgen muss nicht ausschließlich aus Pflichten bestehen. Rashelle Isip, die „Order Expert“, empfiehlt, bewusst etwas einzubauen, das Freude macht – etwa Lieblingsmusik, ein gutes Zitat, ein lustiges Video oder einfach eine Tasse Kaffee.
Schon ein kleines persönliches Ritual kann den Start in den Tag angenehmer machen.
Für Laura Kinsella gehören einige ruhige Minuten mit ihrem Kaffee zu genau so einem festen Ritual.

Kleidung am Vorabend auswählen

Auch die Auswahl des Outfits kann morgens unnötig Zeit und Energie kosten. Wer die Kleidung bereits am Abend bereitlegt, muss diese Entscheidung nicht direkt nach dem Aufstehen treffen.
Das kann besonders hilfreich sein, wenn morgens ohnehin viele Aufgaben anstehen. Julie Stobbe legt ihre Kleidung beispielsweise für den nächsten Tag bereit, damit sie ohne zusätzliche Entscheidungen zu ihrem morgendlichen Spaziergang aufbrechen kann.
Weniger kleine Entscheidungen können den Morgen deutlich entspannter machen.

Kleine Routinen statt ständiges Aufräumen

Die Tipps der professionellen Organisatoren zeigen, dass ein gut organisierter Alltag nicht unbedingt bedeutet, ständig Ordnung schaffen zu müssen.
Viel wichtiger sind Routinen, die verhindern, dass sich Aufgaben und Unordnung überhaupt unnötig anhäufen.
Ein paar Minuten Vorbereitung, bewusste Pausen und einfache Gewohnheiten können bereits viel verändern. So wird Organisation weniger zu einer lästigen Zusatzaufgabe und mehr zu einem natürlichen Teil des täglichen Lebens.

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